EWS Schönau - atomstromlos. klimafreundlich. bürgereigen.  
   
   
 
   
   
   
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Historisches
   
 

Am Anfang stand der Verein "Netzwerk Vorpommern".
www.greifswald-online.de/vv/netzwerk Selbstdarstellung des Netzwerk Vorpommerns:

Unser Verein führt den Namen "Netzwerk Vorpommern e.V" und hat seinen Sitz in der Hansestadt Greifswald.
Das Wirkungsgebiet des Vereins ist in der Regel Vorpommern. Projekte multinationaler Art werden unterstützt. Der Verein ist vom zuständigen Finanzamt als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt worden. Das Netzwerk Vorpommern soll als Kristallisationspunkt für die Errichtung und Durchführung von Projekten in Selbstverwaltung dienen.
Es werden Unternehmensgründungen unterstützt, Selbsthilfeprojekte gefördert und das Prinzip der Selbstverwaltung weitergetragen. Der Verein wird auch selbständig tätig, um seine Ziele zu verfolgen (Erwerb von Immobilien, Bewirtschaftung selbiger usw.). Die strukturellen Ziele des Vereins sind es, ein ideelles und auch materielles Netzwerk für Initiativen, Projekte, Firmen und andere Personen zu schaffen, die sich im ökologischen und sozialen Bereich engagieren. Um diese Ziele genauer zu fassen, wird eine Richtlinie erarbeitet.

In Greifswald existieren seit 1995 eine Food-Coop, also eine Verbrauchergemeinschaft für Bioprodukte und Freitags (inzwischen wöchentlich) ein Frischemarkt der Biobauern.
Es hatte sich gezeigt, daß die Nachfrage nach der Warenpalette eines Naturkostladens existierte. Die meisten Greifswalder Bürger mußten damals noch nach Stralsund (in einen Naturkostladen mit extrem schmalen Angebot), ein nachlässig geführtes Reformhaus und in den konventionellen Handel ausweichen, wenn sie Waren des Bio-Trockensortimentes erwerben wollen.
Ein Naturkostladen, der nicht auf Gewinnmaximierung orientiert ist, hatte so in Greifswald reale Überlebenschancen. Weit über 200 Haushalte nutzten schon das noch sehr schmale Naturkostangebot. Die Idee zum Naturkostladen ist aus dem Kreis der Bauern und der Konsumenten entstanden und stellte somit kein Kunstgebilde dar, sondern konnte sich von Anfang an in die vorhandenen Strukturen einpassen.
Der Naturkostladen sollte ein neuer Treffpunkt für umwelt- und gesundheitsbewußte GreifswalderInnen werden und die Verbindung zwischen Erzeugern und Konsumenten nicht anonymisieren, sondern festigen. Dazu sollten entscheidend die Ladengestaltung, die Integration der Erzeuger und die Persönlichkeit der MitarbeiterInnen beitragen, die den KundInnen fachkompetent zur Seite stehen.
Das Ladengeschäft entstand in der Greifswalder Innenstadt am Fischmarkt im Weissenbornschen Haus. Auf 80 qm wird ein komplettes Sortiment des Natur- und Naturkostwarenhandels angeboten. Der Gemüsebereich des Ladens wird durch die Produzenten selbst betrieben. Der Naturkostladen wird im Besitz des Vereines "Netzwerk Vorpommern e.V." geführt.
Als eigenständiges Projekt wurde er jedoch als
"Naturkost Vorpommern GmbH" am 16.7.1998 ausgegründet. Gewinne nach Firmenbilanz gehen an den Verein über, der damit seine Vereinszwecke (Umweltschutz (durch Bioanbau), regionale Wirtschaftsförderung etc.) erfüllen kann. Dadurch erhoffen sich alle einen Rückkopplungseffekt zur Steigerung der regionalen Versorgung mit Naturkost. Ziel der Naturkost Vorpommern GmbH ist der Verkauf und die Veredelung von Bioprodukten. Die Gesellschaft ist so organisiert, daß die inhaltliche Kontrolle gemeinsam von Angestellten, Konsumenten und Produzenten ausgeübt wird. Zur Finanzierung des Projektes suchte der Verein Darlehensgeber und Bürgen. Darüber hinaus wurden Kredite zur Startfinanzierung aufgenommen. Um die Zinsenlast so gering wie möglich zu halten, wurden vorwiegend drei Modelle verfolgt:
     1. DarlehensgeberInnen aus dem KonsumentInnenumfeld, die einer
      niedrigen Verzinsung (<4%) aus ideellen Gründen aufgeschlossen sind.
     2. Eine Bürgen- und Spendengemeinschaft der Erzeugungs- und       Veredlungsbetrieben zusammen mit einer Bank, z.B. der
      GLS-Gemeinschaftsbank
     3. Eine Bürgen- und Spendengemeinschaft der weniger vermögenden
      KonsumentInnen.
Der Bereich der Bürgen und Bankdarlehen wurde erfolgreich geschlossen. Es liegen Bürgen in Höhe von 80.000 DM vor, durch die je ein Kredit in Höhe von 40.000 DM für das Stammkapital und ein Kredit zur Umbauvorfinanzierung realisiert wurden. Im Bereich der Privatdarlehen sind die benötigten 41.000 DM als Darlehen und als Spenden zusammengekommen. Die Umsätze wurden auf Grundlage der bekannten Naturkostwarenumsätze in Greifswald (Erzeuger, Food-Coop) hochgerechnet. Dabei wurde ein scharfes Augenmerk auf niedrige Ansätze gelegt. So wurden im Frischwarebereich die Umsätze des Jahres 1997 herangezogen, die sich schon aus heutiger Sicht 1998 mehr als verdoppeln werden. Daß Verhältnis von Frisch- zu Trockenware wurde auf zwei Wegen geschätzt.

Zum einen wurde das Verhältnis in der Food-Coop Greifswald errechnet (einziger Komplettanbieter in Greifswald) und zum anderen wurden die Standartsätze des Bundesverbandes Naturkost-Naturwaren Einzelhandel e.V. (BNN) herangezogen.
Beide Verhältnisse korrelierten gut. Dabei ist im gesamten Planumsatz des Ladens jener Teil nicht einbezogen, der derzeit an Frischgemüse auf dem Markt umgesetzt wird. Dies hat seine Ursache darin, daß der Freitagsökomarkt am Dom auch nach den Wünschen der Naturkost Vorpommern GmbH weiterhin existieren wird. Die GmbH wurde im Verein der Vermögensverwaltung zugeordnet.
Die wirtschaftliche Führung übernahm eine vorerst ehrenamtliche Geschäftsführung, diese ist vollständig unabhängig vom Verein. Als Geschäftsführer wurde Markus Maaß bestellt. Der Aufsichtsrat wurde kommissarisch berufen. Ihm gehörten im ersten Durchgang die Erzeuger Willy Götz, Steinfurth, und Reinhard , Glanert, Greifswald, der damalige Angestellte Diemo Schramm, Greifswald, und die "Kundinnen", Katrin Teichert und Karoline Steindorf-Classen, beide Greifswald, an.. Je nach steuerlichen Möglichkeiten wird die Gesellschaft selbst aktiv in der Förderung des Anbaus bzw. der Veredelung, in dem sie Kooperationsverträge mit den Erzeugern in Vorpommern abschließt.

   
   
   
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