|
Aller
Anfang
Am
Anfang stand der Verein "Netzwerk Vorpommern".
www.greifswald-online.de/vv/netzwerk
Selbstdarstellung
des Netzwerk Vorpommerns:
Unser Verein führt den Namen "Netzwerk Vorpommern
e.V" und hat seinen Sitz in der Hansestadt Greifswald.
Das Wirkungsgebiet des Vereins ist in der Regel Vorpommern.
Projekte multinationaler Art werden unterstützt.
Der Verein ist vom zuständigen Finanzamt als gemeinnützig
und besonders förderungswürdig anerkannt worden.
Das Netzwerk Vorpommern soll als Kristallisationspunkt
für die Errichtung und Durchführung von Projekten
in Selbstverwaltung dienen.
Es
werden Unternehmensgründungen unterstützt,
Selbsthilfeprojekte gefördert und das Prinzip der
Selbstverwaltung weitergetragen. Der Verein wird auch
selbständig tätig, um seine Ziele zu verfolgen
(Erwerb von Immobilien, Bewirtschaftung selbiger usw.).
Die strukturellen Ziele des Vereins sind es, ein ideelles
und auch materielles Netzwerk für Initiativen,
Projekte, Firmen und andere Personen zu schaffen, die
sich im ökologischen und sozialen Bereich engagieren.
Um diese Ziele genauer zu fassen, wird eine Richtlinie
erarbeitet.
Das Netzwerk Vorpommern sucht ständig Fördermitglieder.
Dies kann jede natürliche Person sein und jede
juristische Person werden, die die Richtlinien anerkennt.
Der Verein hat folgendes Spendenkonto:
Sparda-Bank
Berlin-Greifswald
Konto:
530 3850
BLZ 120 965 97
In
Greifswald existieren seit 1995 eine Food-Coop,
also eine Verbrauchergemeinschaft für Bioprodukte
und Freitags (inzwischen wöchentlich) ein Frischemarkt
der Biobauern.
Es hatte sich gezeigt, daß die Nachfrage nach
der Warenpalette eines Naturkostladens existierte. Die
meisten Greifswalder Bürger mußten damals
noch nach Stralsund (in einen Naturkostladen mit extrem
schmalen Angebot), ein nachlässig geführtes
Reformhaus und in den konventionellen Handel ausweichen,
wenn sie Waren des Bio-Trockensortimentes erwerben wollen.
Ein Naturkostladen, der nicht auf Gewinnmaximierung
orientiert ist, hatte so in Greifswald reale Überlebenschancen.
Weit über 200 Haushalte nutzten schon das noch
sehr schmale Naturkostangebot. Die Idee zum Naturkostladen
ist aus dem Kreis der Bauern und der Konsumenten entstanden
und stellte somit kein Kunstgebilde dar, sondern konnte
sich von Anfang an in die vorhandenen Strukturen einpassen.
Der
Naturkostladen sollte ein neuer Treffpunkt für
umwelt- und gesundheitsbewußte GreifswalderInnen
werden und die Verbindung zwischen Erzeugern und Konsumenten
nicht anonymisieren, sondern festigen. Dazu sollten
entscheidend die Ladengestaltung, die Integration der
Erzeuger und die Persönlichkeit der MitarbeiterInnen
beitragen, die den KundInnen fachkompetent zur Seite
stehen.
Das
Ladengeschäft entstand in der Greifswalder
Innenstadt am Fischmarkt im Weissenbornschen Haus. Auf
80 qm wird ein komplettes Sortiment des Natur- und Naturkostwarenhandels
angeboten. Der Gemüsebereich des Ladens wird durch
die Produzenten selbst betrieben. Der Naturkostladen
wird im Besitz des Vereines "Netzwerk Vorpommern
e.V." geführt.
Als eigenständiges Projekt wurde er jedoch als
"Naturkost Vorpommern GmbH" am 16.7.1998 ausgegründet.
Gewinne nach Firmenbilanz gehen an den Verein über,
der damit seine Vereinszwecke (Umweltschutz (durch Bioanbau),
regionale Wirtschaftsförderung etc.) erfüllen
kann. Dadurch erhoffen sich alle einen Rückkopplungseffekt
zur Steigerung der regionalen Versorgung mit Naturkost.
Ziel
der Naturkost Vorpommern GmbH ist der Verkauf
und die Veredelung von Bioprodukten. Die Gesellschaft
ist so organisiert, daß die inhaltliche Kontrolle
gemeinsam von Angestellten, Konsumenten und Produzenten
ausgeübt wird. Zur Finanzierung des Projektes suchte
der Verein Darlehensgeber und Bürgen. Darüber
hinaus wurden Kredite zur Startfinanzierung aufgenommen.
Um die Zinsenlast so gering wie möglich zu halten,
wurden vorwiegend drei Modelle verfolgt:
- 1.
DarlehensgeberInnen aus dem KonsumentInnenumfeld,
die einer niedrigen Verzinsung (<4%) aus ideellen
Gründen aufgeschlossen sind.
- 2.
Eine Bürgen- und Spendengemeinschaft der Erzeugungs-
und Veredlungsbetrieben zusammen mit einer Bank, z.B.
der GLS-Gemeinschaftsbank
- 3.
Eine Bürgen- und Spendengemeinschaft der weniger
vermögenden KonsumentInnen.
Der
Bereich der Bürgen und Bankdarlehen wurde erfolgreich
geschlossen. Es liegen Bürgen in Höhe von
80.000 DM vor, durch die je ein Kredit in Höhe
von 40.000 DM für das Stammkapital und ein Kredit
zur Umbauvorfinanzierung realisiert wurden. Im Bereich
der Privatdarlehen sind die benötigten 41.000 DM
als Darlehen und als Spenden zusammengekommen. Die Umsätze
wurden auf Grundlage der bekannten Naturkostwarenumsätze
in Greifswald (Erzeuger, Food-Coop) hochgerechnet. Dabei
wurde ein scharfes Augenmerk auf niedrige Ansätze
gelegt. So wurden im Frischwarebereich die Umsätze
des Jahres 1997 herangezogen, die sich schon aus heutiger
Sicht 1998 mehr als verdoppeln werden. Daß Verhältnis
von Frisch- zu Trockenware wurde auf zwei Wegen geschätzt.
Zum
einen wurde das Verhältnis in der Food-Coop
Greifswald errechnet (einziger Komplettanbieter
in Greifswald) und zum anderen wurden die Standartsätze
des Bundesverbandes Naturkost-Naturwaren Einzelhandel
e.V. (BNN) herangezogen.
Beide Verhältnisse korrelierten gut. Dabei ist
im gesamten Planumsatz des Ladens jener Teil nicht einbezogen,
der derzeit an Frischgemüse auf dem Markt umgesetzt
wird. Dies hat seine Ursache darin, daß der Freitagsökomarkt
am Dom auch nach den Wünschen der Naturkost Vorpommern
GmbH weiterhin existieren wird. Die GmbH wurde im Verein
der Vermögensverwaltung zugeordnet.
Die
wirtschaftliche Führung übernahm eine
vorerst ehrenamtliche Geschäftsführung, diese
ist vollständig unabhängig vom Verein. Als
Geschäftsführer wurde Markus Maa§ bestellt.
Der Aufsichtsrat wurde kommissarisch berufen. Ihm gehörten
im ersten Durchgang die Erzeuger Willy Götz, Steinfurth,
und Rheinhard , Glanert, Greifswald, der damalige Angestellte
Diemo Schramm, Greifswald, und die "Kundinnen", Katrin
Teichert und Karoline Steindorf-Classen, beide Greifswald,
an.. Je nach steuerlichen Möglichkeiten wird die
Gesellschaft selbst aktiv in der Förderung des
Anbaus bzw. der Veredelung, in dem sie Kooperationsverträge
mit den Erzeugern in Vorpommern abschließt.
|